Macht der SV Eschbach 1967 sein Meisterstück?

Szene-15Aufgrund der Tabellensituation in der zweiten Liga werfen die Kritiker einen besonderen Blick auf die weiteren Ergebnisse. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Erste Bundesliga Süd: Durch den hart erkämpften 18:15 Sieg gegen Ex-Meister KSV Aalen hat der SV Triberg bezüglich des Restprogramms sein erstes Etappenziel, die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft, erreicht. Die Kurstadt-Ringer können nun ohne Druck in die Heim-Begegnung mit Titelfavorit ASV Nendingen gehen.. Auch der TuS Adelhausen hat die Endrundenteilnahme wohl sicher, will aber mit einem Erfolg beim KSV Schriesheim den dritten Platz gegen den SV Triberg verteidigen. Der VfK Schifferstadt darf sich gegen Schlusslicht SV Burghausen einen Sieg ausrechnen. Zweite Bundesliga Süd: Spätestens nach dem 17:16 Sieg über Tabellenführer TSV Westendorf gehört auch der ASV Urloffen zum Favoritenkreis. Allerdings bezweifeln Experten, ob überhaupt ein Klub des Führungsquartetts ernsthafte Absichten hegt, ins Ringeroberhaus aufzusteigen. Zumindest die zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen der Oberallgäuer geben Anlass zu Spekulationen.
Foto: „Und ab geht die Post“, könnte diese Szene interpretiert werden. Doch der Ringer im blauen Trikot schaffte es, keine Wertung abzugeben.

 

 

Sollte der SV Nürnberg nicht aufsteigen wollen, käme dies dem KSK Furtwangen sehr gelegen. Dessen Hoffnung, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen, schrumpfte am vergangenen Wochenende auf ein Minimum, als die RKG Freiburg 2000 beim SC Unterföhring 17:20 verlor. Die Breisgauer geraten dadurch selber in Abstiegsnöte, die der ASV Urloffen, der in Freiburg gastiert, noch verschärfen könnte. Regionalliga Baden-Württemberg: Mit dem 21:16 über den KSV Ketsch hat sich die RG Waldkirch-Kollnau im Abstiegskampf etwas Luft verschafft. Wenn jetzt noch die Punkte gegen den TuS Adelhausen II vor Ort bleiben, wären die Elz-Ringer aus dem Gröbsten heraus. Weiterhin müssen sie aber damit rechnen, dass Furtwangen runter kommt und drei Klubs absteigen. Obwohl für die RG Hausen-Zell der Meisterschaftszug abgefahren sein dürfte, muss sich der KSV Taisersdorf auf einen ehrgeizigen Gastgeber einstellen, der vor eigenem Publikum glänzen will. Klarer Favorit ist der ASV Nendingen II beim KSV Ketsch. Oberliga Südbaden: Der KSV Tennenbronn hat heute Abend die große Chance, alleiniger Tabellenführer zu werden. Der KSV Appenweier ist jedoch ein harter Brocken, wie der 17:21 Sieg der Tennenbronner im Vorkampf beweist. Dem VfK Mühlenbach wäre ein Remis in Tennenbronn wohl am liebsten, da er noch beide Klubs bei sich zu Hause empfängt. Aber erst einmal muss der VfK beim RSV Schuttertal schadlos aus dem Kampf herauskommen. Der Verlierer des Kinzigtal-Derbys KSV Haslach gegen KSV Hofstetten kann den Titel endgültig abhaken. Langsam aber sicher gibt die Niederlagenserie des einstigen Geheimfavoriten AC Gutach-Bleibach Anlasse zur Sorge. Seit dem 20:18 gegen Tennenbronn sind die Gutach-Ringer seit sechs Kampftagen ohne Sieg. Die RG Hausen-Zell II will dies zu ihren Gunsten ausnutzen und könnte den Abstand zur RKG Freiburg 2000 II, die beim StTV Singen um eine Niederlage kaum herumkommen wird, entscheidend vergrößern. Verbandsliga Südbaden: Es sieht ganz danach aus, als vollbringe der SV Eschbach 1967 an diesem Wochenende sein Meisterstück. Entführen die Dreisam-Ringer beide Punkte beim SV Triberg II, sind ihnen Titel und sofortige Rückkehr in die Oberliga Südbaden nicht mehr zu nehmen. Der KSV Gottmadingen darf sich beim ASV Urloffen II zwei Punkte ausrechnen, ebenso die abstiegsgefährdete RG Lahr, die den feststehenden Absteiger AC Moosch erwartet. Zu sicher darf sich der KSV Wollmatingen nicht fühlen. Ins kleine Wiesental zur WKG Weitenau-Wieslet II sollte mit der Absicht hingefahren werden, etwas Zählbares mitzubringen. Von der Papierform her ist der KSV Rheinfelden auf eigener Matte gegen Olympia Schiltigheim in der Rolle des Außenseiters. Doch die Oberrheinringer entführten in der Vorrunde die Punkte aus dem Elsass und sind somit nicht chancenlos.
Bild und Text: Lothar Herzog