Verfasst von Lothar Herzog.

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Auf den Ringermatten herrscht wieder Hochbetrieb

06.09.2019: Während der Ball schon seit drei Wochen wieder auf dem Rasen rollt, geht es auf den Ringermatten an diesem Wochenende in die neue Saison. Aufgrund der anstehenden Weltmeisterschaften greifen die Bundesligen erst am 28. September ins Geschehen ein. Der SBRV wünscht den südbadischen Teilnehmern Peter Öhler, Alexander Semisorow, Ellen Riesterer, Elena Brugger und Annika Wendle in Nur-Sultan ganz viel Erfolg und vor allem keine Verletzungen. 

Regionalliga Baden-Württemberg: Experten nach ist die Liga leistungsmäßig noch enger zusammengerückt. Nachdem der kuriose Fall eintreten könnte, dass am Saisonende die halbe Liga absteigen muss, ist mit einem erbitterten Abstiegskampf zu rechnen. Mit wenigen Ausnahmen haben sich alle zehn Klubs mit Neuverpflichtungen verstärkt, weshalb vor allem dem SRC Viernheim und Nordbaden-Aufsteiger ASV Ladenburg die Favoritenrolle aufgebürdet wird. Beide Vereine müssen zum Auftakt gegen den AV Sulgen und die WKG Weitenau-Wieslet liefern. Der KSV Tennenbronn prüft den württembergischen Aufsteiger KG Baienfurt auf dessen Matte und Rückkehrer KSV Rheinfelden wird eine erste Antwort geben, wie der KSV Schriesheim nach dessen kräftigen Aderlass einzuschätzen ist. Der KSV Hofstetten sieht dem Heimkampf gegen den TuS Adelhausen II gelassen entgegen, da die Ringer vom Dinkelberg im Vorjahr beim 28:5 die Punkte ohne große Gegenwehr abgaben.

Oberliga Südbaden: Besser hätte es das Los nicht erwischen können. Zum Saisonauftakt wird den Ringsportfans im Kinzigtal am heutigen Freitag mit dem Derby VfK Mühlenbach gegen KSV Haslach gleich ein Lokalknüller beschert. Im Vorjahr behielt der heimstarke VfK mit 17:11 die Oberhand. Als klarer Favorit für den Meistertitel gilt der KSV Gottmadingen, der sich unter anderem mit dem Ex-Nendinger David Stumpe verstärkt hat. Die Gottmadinger erwarten im Hegau-Linzgau-Duell den KSV Taisersdorf. Aufsteiger SV Eschbach 1967 gibt sein Oberligadebüt bei Olympia Schiltigheim II und ist bei den Elsässern sicher nicht chancenlos. Die KG Waldkirch-Kollnau, als Vizemeister zum Aufstieg verdammt, hat es zu Hause gegen den KSK Furtwangen nicht viel leichter, während der KSV Appenweier gegen den RSV Schuttertal zuversichtlich ins Kräftemessen geht.

Verbandsliga Südbaden: Mit dem Aufstieg in die Verbandsliga ist der KSV Allensbach ein großes Wagnis eingegangen. Dennoch winkt den Seehasen im ersten Heimkampf gegen den ASV Freiburg 1885 ein doppelter Punktgewinn. Als möglicher Titelaspirant geht der SV Triberg in den Heimkampf gegen den KSV Wollmatingen. Nach zwei Jahren ständigem Kampf gegen den Abstieg wollen die Kurstadt-Ringer endlich andere Tabellenregionen erklimmen. Der SV Gresgen traut sich ein Sieg gegen die RG Hausen-Zell II zu und auch der AC Gutach-Bleibach rechnet gegen den ASV Urloffen II damit, dass die Punkte an der Gutach bleiben. Die RG Lahr muss hingegen Punktverluste gegen den ASV Vörstetten befürchten.

Landesliga Südbaden: Die Premiere nach exakt 24 Jahren Pause erfolgt mit neun Mannschaften. Zusammengewürfelt aus Verbandsliga-Absteigern und Bezirksligisten sind Prognosen äußerst schwierig aufzustellen. Für den jungen VfK Radolfzell ist die neue Liga sicherlich ein Segen, da er hier wohl am besten seinen bisherigen Erfolg im Mannschaftsringen fortsetzen kann. Die Bodensee-Ringer erwarten zum Auftakt den nicht zu unterschätzenden KSV Tennenbronn II. Im Vorjahr hatte der VfK zweimal die Nase vorn. Die RKG Freiburg 2000 II geht gegen den ASV Altenheim favorisiert auf die Matte, die Aufstellung wegen der Bundesligapause muss aber gut durchdacht sein. Der TSV Kandern rechnet sich zu Hause gegen die WKG Weitenau-Wieslet II Siegchancen aus. Ein rein elsässisches Derby steigt in Sélestat, wenn die Schlettstädter den SA Gries empfangen.

2019 Kampftag1

Bild: Leo Kempf vom ASV Urloffen (blaues Trikot) hebt Bastian Frank (RSV Schuttertal) klassisch aus.

 

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