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Seit sechs Tagen ist der SBRV auf dem Weg nach Tokio

10.05.2020: Am Montag, den 04. Mai sind wir in Waldkirch gestartet und machten uns mit unseren Vereinen gemeinsam auf den Weg in das 12.686km entfernte Tokio.

Der erste Zwischenstand

Sechs Tage sind wir nun unterwegs. Und das Ergebnis ist wirklich bärenstark, stand heute 10.00 Uhr haben wir gemeinsam unglaubliche 3.085 km geschafft. Was für eine wahnsinnige Leistung.

Am 05. Mai kamen wir in Crailsheim an. Von dort ging es natürlich schnell weiter, denn die 220 km bis dorthin waren erst ein kleiner Schritt in Richtung Japan.

Tag 2: Stuttgart

Wir treffen in Stuttgart ein. Stuttgart ist die Hauptstadt von Baden-Württemberg und mit 634.830 Einwohnern dessen größte Stadt. Der bekannteste und beste Ringer Deutschlands Frank Stäbler kommt aus der Region Stuttgart. Musberg, sein Heimatort, liegt nur 12km von Stuttgart entfernt, doch auf Grund des derzeitigen Kontaktverbots können wir ihn leider nicht besuchen und da auch der wunderschöne Zoo, die Wilhelma erst ab dem 11.05.20 wieder öffnet, geht es für uns weiter.

Tag 3: Nürnberg

Unsere Reise führt uns nach Nürnberg, der Stadt, die mit 520.000 Einwohnern nach München die größte Stadt Bayerns ist. In Nürnberg sind die Ringer der Johannis Grizzlys zu Hause, der Verein wurde 1906 gegründet. 1984 gelang Pasquale Passarelli der größte Erfolg für den Verein. Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles gewann er mit seiner legendären 90-sekündigen Brücke die Goldmedaille.

Tag 4: Prag

Am 4. Tag unserer Tour kommen wir nach Prag. Die Hauptstadt der Tschechischen Republik und gleichzeitig größte Stadt des Landes hat ca. 1,2 Millionen Einwohner. Ringen heißt auf Tschechisch „zapas“. Der nationale Ringerverband hat seinen Sitz in Bratislava. Ringen ist in Tschechien traditionell verankert, es existierten 48 Ringerclubs im ganzen Land.

Tag 5: Warschau  

Wir treffen in Warschau ein, der Hauptstadt Polens. Ringen heißt auf Polnisch  „Zapasy“. Der griechisch/römische Stil wird als „Styl Klasycny“ und Freistil als „Styl Wolny“ bezeichnet. Der nationale Ringerverband hat seinen Sitz in der Hauptstadt Warschau und nennt sich „Polski Zwiazek Zapasniczy“. Ringen ist in Polen traditionell verankert und in der Vergangenheit konnten polnische Ringer zahlreiche Olympiamedaillen erkämpfen. Der nationale Verband gliedert sich in 16 Provinzverbände, denen rund 190 Ringervereine angehören. In Polen sind beide Stilarten gleichermaßen beliebt, wobei im griechisch/römischen Stil weitaus mehr internationale Erfolge erzielt wurden. Der weibliche Ringkampf wird ebenfalls erfolgreich ausgeübt. Seit November 2016 gibt es in Polen auch eine Mannschaftsliga (Polski Zwiazek Zapasniczy).

Durch die intensive Sportförderung während der kommunistischen Zeit wurde Polen auch zu einer starken Ringernation. Die ersten WM Titel erreichten 1973 die Gebrüder Kazimierz und Josef Lipien in Tehran in der griechisch/römischen Stilart Seit den siebziger Jahren bis Mitte der neunziger Jahre gehörten die polnischen Ringer zur Weltspitze. Absoluter Höhepunkt waren die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta, wo die polnischen griechisch/römisch Ringer drei Goldmedaillen und zusätzlich je eine Silber und Bronzemedaille erkämpften. Nach diesem Triumph musste der polnische Ringerverband zwölf Jahre warten, bis Agniescza Wiesczek 2008 in Peking mit Bronze wieder eine Olympiamedaille erreichen konnte. Auch der letzte WM Titel, erkämpft 2003 von Darius Jablonski, liegt mittlerweile über ein Jahrzehnt zurück. Wie für alle mitteleuropäischen Nationen, wird es auch für Polen immer schwieriger im Ringsport mit der Weltspitze mitzuhalten. Dort geben hauptsächlich Ringer aus Russland, Iran dem Kaukasus oder Ostasien den Ton an. Für die Olympischen Spiele in London konnten sich nur noch vier polnische Ringer qualifizieren. Der Mittelgewichtler Damian Janikowski holte hier mit Bronze die einzige Ringer Medaille für Polen. In Rio erkämpfte sich Monika Michalik die erste Olympiamedaille im weiblichen Bereich für den polnischen Ringerverband.

Tag 6: Tscheboksary / Russland

Müde, aber zufrieden kommen wir heute, am Muttertag in Tscheboksary an. Die Stadt liegt im Osten der Russischen Ebene, 668 km von Moskau entfernt, am rechten Wolgaufer zwischen den Zuflüssen Sura und Swijaga. Es ist die Hauptstadt der russischen Föderationsrepublik Tschuwaschien im Föderationskreis Wolga. Der Ort ist seit dem 15. Jahrhundert als Siedlung bezeugt und hat 453.721 Einwohner.

Im Dezember 2017 wurde hier der Frauen-Mannschafts-Ringerweltcup durchgeführt. Die Mannschaften aus Schweden, China, Japan, USA, Russland, Ukraine, Aserbaidschan und der Mongolei kämpften um den Team-Sieg, den die Japanerinnen für sich entscheiden konnten.

Bevor wir uns wieder auf den Weg machen, wünschen wir allen Mamas einen wunderschönen Muttertag. Vielen Dank für all Euer Tun, für das Trikotwaschen, für das ins Training fahren, für das Mitreisen zu den Kämpfen, für das Trösten nach einer Niederlage, für den Jubel bei einem Sieg, für das mitarbeiten im Verein und überhaupt, für alles, was ihr für Eure Kinder und das Ringen tut.

Und nun geht es auch schon wieder weiter, denn wir haben ja noch 9.601km vor uns.

Wir sind gespannt, welcher Verein am Ende die meisten Kilometer geschafft hat und die meisten Mitglieder motivieren konnte. Alle aktiven und passiven Vereinsmitglieder in Südbaden, das Präsidium und unsere SBRV-Kampfrichterinnen und Kampfrichter können mitmachen und mit uns gemeinsam joggen, wandern, Fahrradfahren oder schwimmen. Seid dabei auf dem Weg nach Tokio. Zahlreiche Fotos findet Ihr auf unserer Facebookseite

Der nächste Zwischenstand folgt am kommenden Sonntag und bis dahin wünschen wir Euch viel Spaß bei Euren Sporteinheiten, haltet Abstand und bleibt gesund. 

2020 Tokio2


(Quellen u.a.: Wikipedia und My Wrestling Guide)

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