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Hauptausschuss-Sitzung des SBRV

10.07.2020: Da sich mittlerweile bis zu 20 Personen wieder versammeln dürfen, fand am 08. Juli die diesjährige Hauptausschuss-Sitzung in Gutach-Siegelau statt. Teilnehmer waren die Präsidiumsmitglieder des SBRV sowie je drei gewählte Mitglieder der drei Verbandsbezirke.

 

Nach der offiziellen Begrüßung durch Präsident Martin Knosp, Genehmigung der Tagesordnung und einer Gedenkminute für verstorbene Mitglieder trug M. Knosp seinen Bericht vor. Seit Anfang März wurden alle Veranstaltungen auf Grund der Covid-19 Pandemie abgesagt. Ein herber finanzieller Verlust hat die Ausrichter der Deutschen Meisterschaften und zahlreicher Turniere getroffen und auch die Vereine, die in diesem Jahr Jubiläen gefeiert hätten, sind betroffen.

Seit dem 1. Juli ist das Mattentraining für Ringer erlaubt und auch Wettkämpfe können unter bestimmten Voraussetzungen wieder durchgeführt werden. Zahlreiche Gespräche fanden in den vergangenen Tagen statt. Die Landesverbände aus NRW, Hessen und Nordbaden haben ihre Saison für dieses Jahr komplett abgesagt. M. Knosp sieht die Situation sehr kritisch und ist der Meinung, dass es für das Ringen fatal wäre, wenn in diesem Jahr alles abgesagt wird.

Dem SBRV ist klar, dass es in diesem Jahr keine „normale“ Saison geben kann und so bleibt es den Vereinen überlassen, ob sie in diesem Jahr ringen möchten.  Die UWW hat ebenfalls, sollte sich die Situation nicht verschlechtern, noch Meisterschaften für 2020 geplant. Die Kadetten EM soll im Oktober in Polen stattfinden, die Junioren-EM in Skopie, die U23 in Tampere und die WM im Dezember in Belgrad. Ob die Olympiade, die für ein Jahr verschoben wurde, wirklich im kommenden Jahr durchgeführt werden kann, bleibt abzuwarten, aber natürlich zu hoffen. Der dRB hat bisher fünf Plätze und wir hoffen natürlich, dass wir uns noch weitere Startplätze erkämpfen können.

Der DRB prüft, ob die Durchführung der Deutschen Meisterschaften der A- und B-Jugend sowie der weiblichen Jugend noch in 2020 durchgeführt werden könnte, dem stehen jedoch viele Fragen gegenüber. Oliver Hassler hat die ersten Maßnahmen im Rahmen seiner neuen Aufgabe als Bundesstützpunktleiter in Freiburg und Heidelberg bereits umgesetzt und wir wünschen ihm für seine Aufgaben sehr viel Erfolg, so M. Knosp.

M. Knosp weist darauf hin, dass sich die finanzielle Situation auf Grund der Absagen von Veranstaltungen nicht nur auf Vereine und den SBRV, sondern auch und besonders stark auf den DRB auswirkt. Ein Mitgrund, warum er hofft, dass in diesem Jahr gerungen wird. M. Knosp bedankt sich bei seinen Präsidiumsmitgliedern für die gute, angenehme und loyale Zusammenarbeit und bedankt sich auch bei allen Vereinen für ihre großartige Arbeit.

Barbara Pfaff vom SV Triberg bestätigt im Namen der Kassenprüfer dem SBRV eine einwandfreie Kassenführung. Werner Schüler wird einstimmig entlastet und auch dem Haushaltsplan für 2021 stimmt die Versammlung zu. W. Schüler weist darauf hin, dass wir natürlich wie alle, derzeit in der Luft hängen bzgl. der weiteren Planungen.

Lebhaft diskutiert wurde beim Tagesordnungspunkt „Saison 2020/21“. Ralf Schick stellt den bisherigen Stand der Zu- und Absagen der Vereine vor. Bis spätestens 31. Juli haben die Vereine Zeit, sich zu entscheiden. R. Schick betont, dass jede Entscheidung akzeptiert wird und es auch keine Sanktionen für die Vereine gibt. Es wird nach dieser Saison keinen Absteiger geben. Ist jedoch in der nächsthöheren Liga im kommenden Jahr Platz, so kann der diesjährige Meister, der in diesem Jahr einmalig mit 500 € belohnt wird, aufsteigen.

Nach dem 31.07. wird eine gesonderte Richtlinie für diese Saison erstellt. Vereine, die für diese Saison absagen, können auch nicht mit der 2. Mannschaft oder Jugendlichen ringen, die Absage gilt dann für den gesamten Verein. Da die Regionalliga abgesagt wurde, können Hofstetten und Tennenbronn als Gastmannschaften in der Oberliga teilnehmen.

Verbandsarzt Dr. Diezemann weist darauf hin, dass verschiedene Themen betrachtet werden müssen:

Die Gesundheit aller Sportler, Funktionäre, Kampfrichter, Helfer und Zuschauer steht im Vordergrund. Sollte sich die Situation verschlechtern, muss natürlich alles Weitere abgesagt werden. Findet eine Saison statt, braucht es für die Vereine Hygienekonzepte. Der DRB arbeitet an Vorschlägen, daran müssen aber auch die Vereine selbst arbeiten, da diese vom Landkreis, von der Gemeinde, von der Hallengröße und anderen Faktoren abhängig ist. Dabei sind zum Beispiel folgende Themen zu betrachten

  • Wie sind die Hallengegebenheiten, kann man z.B. den Aus- und Eingang trennen
  • Hygienekonzept für die Matte, die WCs, etc.
  • Zuschauer dürfen max. zu 20 in einem Block sitzen, Vorschlag ist – nur 15 oder 16 pro Block, setzt sich dann noch einer dazu, hat man kein Problem, bei 21 hätte man bei einer Prüfung eins
  • Es darf keine Stehplätze geben
  • Namen, Adressen und Blocknummer müssen erfasst werden
    (R. Schick fügt an, dass es dafür z.B. einfache Programme gibt, mit denen man Adressen etc.
    erfassen und dann auf einmal ausgegeben Karten mit QR-Code erfassen könnte)
  • Die Halle muss zwischendurch gelüftet werden
  • Mund-Nasenschutz z.B. tragen auf dem Weg zur Toilette
  • Es dürfen keine Kinder in den Pausen auf der Matte spielen
  • Essen / Getränkeverkauf überdenken
  • Desinfektionsmittel für Kampfrichter, Sportler eventuell auch für Zuschauer
  • Ein Hygienekonzept muss auch mit der Gemeinde abgestimmt werden,
    eventuell gibt es dort bereits erarbeitete Konzepte
  • Mattenreinigung zwischendurch (eventuell wie in USA zu einem kleinen Event mit toller Musik machen)

 

Auch für die Kampfrichter sollte es Vorgaben seitens DRB geben, was sie dürfen, und was nicht. Es ist allen bewusst, dass große Herausforderungen auf die Vereine und ihre Mitglieder zukommen.

Unter dem Punkt Verschiedenes wird die Frage gestellt, ob es schon Nachfolger für die in 2021 scheidenden Präsidiumsmitglieder gibt. M. Knosp muss dies verneinen und bittet erneut alle Vereine, sich darüber Gedanken zu machen, wer sich einer Aufgabe im Präsidium annehmen könnte, da die Strukturen eines guten Verbandes wegweisend für die Zukunft aller Vereine sind. Abschließend weist R. Schick darauf hin, dass er von der Badischen Zeitung interviewt wurde, das Interview wurde am 10. Juli veröffentlicht:

 

Bericht Badische Zeitung von Uwe Schwerer: In Ober- und Verbandsliga kann wohl gerungen werden

Der RSV Schuttertal muss sich bis 31. Juli entscheiden, ob er in der Oberliga starten will / Die RG Lahr will an der Runde in der Verbandsliga teilnehmen.

 

Die südbadischen Ringer dürfen ab 3. Oktober wieder um Mannschaftspunkte kämpfen – vorausgesetzt die Corona-Krise kehrt nicht mit Wucht zurück. "Die Saison in der Oberliga und in der Verbandsliga kann gestartet werden", sagte Ralf Schick aus Ettenheim, Sportreferent des Südbadischen Ringerverbandes (SBRV). Ob eine Runde in der Landesliga stattfinden kann, ist noch offen.

Im Einzelnen stehen noch nicht alle Teilnehmer in den südbadischen Klassen fest. Der Verband hat Zu- und Absagen gesammelt, doch jene Kandidaten, die sich noch nicht entschieden haben, bekommen eine Erklärungsfrist bis zum 31. Juli. Eine Hauptausschusssitzung des SBRV am Mittwochabend in Gutach-Siegelau, an der das Präsidium und die Vertreter aller Bezirke teilnahmen, brachte eine klare sportliche Perspektive im Hinblick auf eine Ringer-Saison, die aber freundschaftlichen Charakter besitzt, da Auf- und Abstieg ausgesetzt sind. Grundvoraussetzung für den Start einer Liga ist die Teilnahme von mindestens fünf Teams.

Regionalliga

Eine nicht ganz unbedeutende Liga hat die Runde für das laufende Jahr aber schon längst abgesagt: Mit 6:4 Stimmen entschied sich die aus Vereinen Südbadens (5), Nordbadens (3) und Württembergs (2) zusammengesetzte Regionalliga Baden-Württemberg, also die derzeit zweithöchste Klasse, im Jahr 2020 nicht zu ringen. Die Abstimmung per Videokonferenz fand bereits im Juni statt und damit einen Tag vor den ersten Lockerungsmaßnahmen der Landesregierung. Doch der Beschluss, die Absage, steht – und wird nicht noch mal neu erörtert.

 

Oberliga

"Ich bin mir sicher, dass wir mindestens sechs, sieben Mannschaften in der Oberliga zusammenbekommen", sagte Schick. Seine Zuversicht gründet sich auch darauf, dass diese Liga zwei Zugänge von oben erhält: Die Regionalligisten KSV Hofstetten und KSV Tennenbronn werden als Gastmannschaften in der Oberliga auf die Matte gehen. Definitiv nicht dabei sind TuS Adelhausen II und KSV Rheinfelden, die beiden Mannschaften vom Oberrhein. KSV Appenweier und Olympia Schiltigheim II haben erklärt, an der Runde teilnehmen zu wollen. Die anderen Vereine erwägen noch die Vor- und Nachteile.

Der RSV Schuttertal hat seine Überlegungen daran geknüpft, wie mit den Zuschauern umzugehen sei. In einer Hinsicht gibt es nun Entwarnung. "Man darf nun auch blockweise Zuschauer zulassen", so Schick. Das hieße: 20 Personen können pro Block in die Halle gelassen werden. Lediglich zwischen diesen Blöcken muss ein Abstand gewahrt werden, analog zur Praxis in der Gastronomie. Dies darf als Fortschritt gelten, trotzdem wird beim RSV diskutiert, ob sich die Staffel dem freundschaftlichen Wettbewerb stellen wird. Dessen Pressesprecher Franz Oehler zeigte sich skeptisch: "Es bleibt weiterhin eine sehr schwere Aufgabe, einen Heimkampf so zu organisieren, dass die Bestimmungen eingehalten werden. Man darf nicht vergessen, wir haben in unserer kleinen Halle in den letzten Jahren einen Schnitt von mehr als 200 Zuschauern gehabt." Der Verein werde sich bis zum 31. Juli äußern, so Oehler.

Verbandsliga

In dieser Klasse kann die veränderte Saison stattfinden. Neben der RG Lahr, die unbedingt ringen will, um ihren Athleten eine Perspektive zu bieten, haben vier weitere Mannschaften zugesagt: SV Eschbach, KSV Taisersdorf, KSV Tennenbronn II und ASV Urloffen II. Dankend abgewunken haben die Bodenseeteams KSV Wollmatingen und KSV Allensbach sowie der SV Gresgen. Offen ist noch, wie sich der ASV Vörstetten und der SV Triberg entscheiden.

Landesliga

Fünf definitive Absagen hat der SBRV hier schon zur Kenntnis nehmen müssen: Neben dem ASV Altenheim handelt es sich hierbei um die Reserveteams von KSV Gottmadingen, RG Hausen-Zell und WKG Weitenau-Wieslet sowie den VfK Radolfzell. Mitmachen wollen KSV Hofstetten II, RKG Freiburg II und Lutte Selestat. Die Elsässer aus Gries haben sich noch nicht positioniert, der ASV 1885 Freiburg will erst noch die eigenen Athleten befragen. Hier ist also noch nicht abzusehen, ob die vom Verband angesetzte Mindestzahl von fünf Teilnehmern erreicht wird.

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