Verbandstag 2019 in Singen

Verbandstag 2019 in Singen

10.05.2019: Alle zwei Jahre führt der SBRV den Verbandstag durch, in diesem Jahr fand dieser in Singen statt. Präsident Martin Knosp eröffnete die Versammlung. Grußworte der Vorsitzenden vom StTV Singen folgten.

Martin Knosp trug nach der Gedenkminute für verstorbene Verbandsmitglieder seinen Jahresbericht vor. Das Jahr 2018 war für den SBRV sehr erfolgreich. Bei Deutschen Meisterschaften konnten wir 19 Gold-, 15 Silber- und 21 Bronzemedaillen nach Südbaden holen und auch die Gesamtländerwertung führen wir vor Bayern und Württemberg an. Besonders die diesjährige DMM der Schüler, bei der der VfK Eiche Radolfzell und der ASV Urloffen verdient im Finale standen, zeigt, was für eine großartige Jugendarbeit die Vereine in Südbaden leisten. International konnten unsere Mädels Elena Brugger, Ellen Riesterer und Annika Wendle Medaillen bei der Junioren-EM, Junioren-WM sowie der EM U23 gewinnen, darauf sind wir besonders stolz. Nun heißt es, die Erfolge unserer Youngsters auch in den Seniorenbereich zu überführen. Unsere Frauen sowie auch Peter Öhler und Florian Neumaier dürfen sich berechtigte Hoffnungen für Olympia 2020 machen. Eine großartige Unterstützung erfahren unsere Sportlerinnen und Sportler durch den Olympiastützpunkt in Freiburg. Ein großer Dank gilt allen Verantwortlichen und Trainern, u.a. Mario Sachs und Patrick Loes, die stark zur sportlichen Weiterentwicklung der Ringer beitragen.

Martin Knosp berichtete von den großen Herausforderungen in der Verbandsarbeit. Es allen recht zu machen, ist leider nicht möglich und doch sieht man an den Erfolgen unserer Vereine, dass wir sicherlich sehr gut aufgestellt sind. Nach wie vor unbefriedigend ist die Situation im Kampfrichterwesen. Hier sind alle Vereine gefordert, sich nicht nur um neue Sportler, sondern auch um die Ausbildung neuer Kampfrichter zu bemühen. Wichtig, so M. Knosp ist ein fairer Umgang untereinander, auf Verbands-, Bezirks- und Vereinsebene. Die sportlichen Werte und Ziele müssen wieder stärker in den Vordergrund rücken, Störfeuer und Grabenkämpfe kann eine Randsportart wie das Ringen auf Dauer nicht verkraften.

M. Knosp wies darauf hin, dass er – sollte er heute nochmals gewählt werden – definitiv die letzten zwei Jahre als Präsident dem SBRV zur Verfügung steht. Auf unsere Geschäftsstelle können wir sehr stolz sein, so M. Knops. Antje Weiß und auch Werner Schüler leisten großartige Arbeit. Und auch insgesamt haben wir innerhalb unseres Präsidiums ein harmonisches Miteinander, um das uns einige Verbände beneiden. Seinen großen Dank sprach er allen Präsidiumsmitgliedern für ihre geleistete Arbeit im vergangenen Jahr aus.

Vor dem Verbandstag gingen allen Vereinen die Jahresberichte der Präsidiumsmitglieder zu, es gab keine Fragen aus der Versammlung. Daniel Buchholz trug anschließend den Bericht der Kassenprüfer vor. Er konnte dem SBRV und in Person Werner Schüler eine einwandfrei geführte Kasse bescheinigen und bat die Versammlung um Entlastung, die einstimmig erfolgte. Die Entlastung des gesamten Präsidiums wurde ebenfalls einstimmig von den Mitgliedern bestätigt.

Es folgten die Neuwahlen des Präsidiums. Zunächst stand das Amt des Präsidenten zur Wahl. Martin Knosp wurde vom Präsidium vorgeschlagen. Auf die Frage, ob es weitere Vorschläge aus der Versammlung gibt, stellte sich Markus Eichin vom SV Gresgen zur Wahl. In seiner Rede bat er die Versammlung um das Vertrauen. Sein Ziel sei es, neue Wege mit dem SBRV beschreiten zu wollen. Die Wahl des 1. Präsidenten wurde anschließend geheim durchgeführt und Markus Eichin erzielte ein achtbares Ergebnis, die Mehrheit erhielt jedoch Martin Knosp, der das Amt auch annahm und somit für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt wurde.

Vizepräsident Finanzen Werner Schüler, Sportreferent Ralf Schick, Jugendreferent Klaus Blank, Pressereferent Werner Herzog, Schulsportreferent Klaus Riesterer und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Dorothea Oldak wurden einstimmig wiedergewählt. Kampfrichterreferent Thomas Knosp sowie die Bezirksvorstände Bernd Imhof (Bezirk I), Wendelin Föll (Bezirk II) und Aribert Gerbode (Bezirk III) wurden bereits in ihren Gremien gewählt. Ihre Wahlen mussten heute von der Versammlung bestätigt werden, was einstimmig erfolgte.

Dem SBRV leider nicht mehr zu Verfügung stehen aus persönlichen Gründen Winfried Schubert (Vizepräsident Sport), Derya Cilingir (RA I) sowie Marc Aurel Hildinger (RA II). Für das Amt Vizepräsident Sport ist es dem SBRV gelungen, mit Axel Asal vom TuS Adelhausen einen geeigneten Nachfolger präsentieren zu können. Da aus der Versammlung keine weiteren Vorschläge genannt wurden, wurde Axel Asal mit nur einer Enthaltung zum neuen Vizepräsident Sport gewählt.

Anschließend stellte sich der nächste Kandidat persönlich vor. Martin Aßmuth, Bürgermeister in Hofstetten und ehemaliger Ringer beim KSV Haslach und KSV Hofstetten, möchte dem Ringen gerne etwas zurückgeben und stellt sich gerne als Rechtsausschuss I zur Verfügung. M. Aßmuth wurde einstimmig gewählt. Auch für die Position Rechtsausschuss II konnte mit Hans-Jürgen Lanig aus dem Bezirk II ein geeigneter Nachfolger gefunden werden, auch er wurde von der Versammlung einstimmig gewählt. Der SBRV wünscht den drei Neugewählten viel Spaß und Erfolg bei ihren neuen Aufgaben und freut sich auf die künftige Zusammenarbeit.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Anträge“ stellte M. Knosp den Antrag, Winfried Schubert zum Ehrenmitglied des SBRV zu ernennen. W. Schuberts Vita ist beeindruckend und die Ernennung zum Ehrenmitglied kann nur ansatzweise unseren Dank für die jahrzehntelange Arbeit ausdrücken. Unter tosendem Applaus stimmte die Versammlung dem Antrag zu und Werner Schüler und Martin Knosp gratuliertem dem sichtlich gerührten Winfried Schubert im Namen des gesamten Präsidiums.

Es folgten zahlreiche Abstimmungen zu Anträgen der RG Lahr, zu Änderungen der Finanzordnung, Kampfrichterordnung und Geschäftsordnung sowie des Haushaltsplans. Es folgten einige Einwände und Diskussionen zu unterschiedlichsten Themen und der Verlauf der Versammlung wurde emotional.

Matthias Ketterer vom VfK Mühlenbach meldete sich zum Antrag der RG Lahr zu Wort, der da lautete, dass künftig der Kampfrichter verpflichtet werden sollte, 10 Minuten vor dem Wiegen öffentlich auf das Wiegen und den Wiegeort hinzuweisen (Hintergrund war ein in der vergangenen Saison 40:0 gewerteter Kampf gegen die RG Lahr, die zwar in der Halle war, aber aus verschiedenen Gründen zwei Minuten zu spät an der Waage erschien). M. Ketterer bat darum, künftig über solche Anträge erst gar nicht abstimmen zu müssen. Es benötigt das Fingerspitzengefühl aller Beteiligten. Wenn beide Vereine in der Halle sind, darf es ein 40:0 nicht geben. Natürlich gibt es Regeln, doch insbesondere der Kampf Adelhausen-Burghausen hat gezeigt, dass es nicht immer so einfach ist. Sieger ist, wer seinen Kampf fair auf der Matte austrägt und fair gewinnt und nicht der, der mit "Spielchen" versucht, Entscheidungen herbeizuführen. Dieser Aussage pflichtete die Versammlung mit Applaus bei. Die Anträge der RG Lahr wurden nach Mehrheitsbeschluss abgelehnt.

Weitere Fragen insbesondere zur Finanzordnung konnten nach längeren Diskussionen mehr oder weniger geklärt werden und den vorgeschlagenen Änderungen wurde mit großer Mehrheit zugestimmt.

Unter Punkt 13 Termine und technische Angelegenheiten gab M. Knosp die Termine 2020 bekannt. Die BW Meisterschaften weiblich sowie die SBMM Jugend und Schüler werden vom 18.. bis 19. Januar vom TSV Kandern ausgetragen. Vom 15. bis 16.Februar finden die Südbadischen Meisterschaften in Hofstetten statt, die nächsten Südbadischen Meisterschaften richtet der KSV Taisersdorf vom 29.2. bis 1.3. aus.

Nach mehr als drei Stunden kam Martin Knosp zum letzten Punkt der Tagesordnung, dem Punkt „Verschiedenes“.

Joachim Stiffel vom KSV Haslach wies darauf hin, dass für das 11. Hubert Völker-Turnier 300 Teilnehmer gemeldet sind und Vereine, die sich nicht angemeldet haben und trotzdem anreisen, damit rechnen müssen, dass sie nicht starten können, da die maximale Kapazität erreicht ist.

Dorothea Oldak richtete einen Wunsch an die Versammlung. Ein offener und regelmäßiger Austausch aller Vereine mit dem SBRV ist zwingend notwendig. Der SBRV ist nur so stark, wie es seine Vereine sind und die ehrenamtlichen Aufgaben funktionieren nur im Miteinander. Natürlich benötigt es die unterschiedlichen Meinungen, um zum Wohle des Ringkampfsportes Entscheidungen treffen zu können. Das ist wichtig und richtig. Es wäre jedoch bestimmt hilfreich, wenn Vereine ihre gewünschten und konstruktiven Gegenvorschläge zu geplanten Satzungsänderungen oder auch sonstige Anträge im Vorfeld des Verbandstages schriftlich an die Versammlung richten. So haben alle die Möglichkeit, die Vorschläge zu prüfen und zu bewerten, um dann beim Verbandstag sachlich abstimmen zu können.

Klaus Armbruster wies auf Neuerungen rund um die Turnierverwaltung hin. Unter www.ringersoftware.de finden die Vereine alles Wissenswerte. Künftig sind bei Turnieren auch Online-Meldungen möglich. K. Armbruster bat alle Vereine und den SBRV darum, sich gemeinsam daran zu orientieren, was uns in Südbaden stark macht und wie wir unsere Stärken nützen können. Ein ganz besonderes Vorbild zum Thema „sich Ziele setzen und besser werden“ sind für ihn die Tallin Open in Estland, die er mit seiner Ringersoftware betreuen darf. 2014 gingen 880 Ringer auf die Matte, 2017 waren es 1911 Teilnehmer, doch die Esten setzten sich stets höhere Ziele. In diesem Jahr starteten 2246 Teilnehmer auf 14 Matten, die Kämpfe wurden in zwei Tagen durchgeführt und das Turniergeschehen auf allen 14 Matten konnte dank Livestream verfolgt werden.

Nur positives Denken und gemeinsames Handeln bringt uns alle gemeinsam weiter, so K. Armbruster, der seine Rede mit einem Zitat von Albert Einstein beendete: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert“.

Martin Knosp bedankte sich bei K. Armbruster für seine Arbeit und beendete den Verbandstag 2019 offiziell und wünschte allen Teilnehmern eine gute Heimfahrt. Vor der Halle nutzten viele Anwesenden die Chance, um sich persönlich bei Winfried Schubert für viele Jahre der wirklich sehr, sehr guten und stets positiven Zusammenarbeit zu bedanken und ihm für die Zukunft alles Gute zu wünschen. „Du wirst uns fehlen“ so der einhellige Tenor. Ob es der einsetzende Regen oder doch ein Tränchen war, das Winfried verdrücken musste? Gerührt waren alle!

2019 Verbandstag

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