DM der Männer und Frauen Freistil 2022

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Vom 21. bis 22. Mai 2022 fanden die Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer im freien Stil statt. Der KV 03 Riegelsberg erwies sich einmal mehr als hervorragender Gastgeber. Unter den Augen zahlreicher SBRV Präsidiumsmitglieder, Ehrenpräsident Martin Knosp, Ehrenmitglied Klaus Blank, Eltern und Freunden sowie vielen Zuschauern aus ganz Deutschland wurden am Samstagmorgen pünktlich um 10 Uhr unter großem Beifall die Deutschen Meisterschaften in einem feierlichen Rahmen mit der deutschen Nationalhymne eröffnet und den Zuschauern wurde Ringen vom Feinsten geboten. 180 Kämpfe und 10 Stunden später waren am Abend die Deutschen Meisterinnen sowie die Final-Paarungen der Männer ermittelt.

Sandra Paruszewski vom AV Sulgen sicherte sich am Ende verdient in der Gewichtsklasse bis 57kg nach drei technisch überhöhten Siegen sowie einem Schultersieg die Goldmedaille. Silber ging an Marie Trayer vom KSV Appenweier, die ebenfalls eine tolle Meisterschaft gerungen hatte. Ebenfalls nach vier bärenstarken Siegen stand mit Elena Brugger vom TuS Adelhausen die Deutsche Meisterin in der Gewichtsklasse bis 59kg fest vor Anne Nürnberger (KSC Apolda) und Luna Rothenberger (RC Chemnitz). Luisa Niemesch (62kg) vom SV Weingarten sicherte sich mit zwei Schultersiegen und zwei technisch überhöhten Siegen ebenfalls verdient die Goldmedaille.

In der Gewichtsklasse bis 65kg erlebten die Zuschauer einen starken Finalkampf auf Augenhöhe zwischen Eyleen Sewina vom RSV Greiz und Chiara Hirt vom KSV Gottmadingen, den E. Sewina am Ende hauchdünn mit 9:8 Punkten für sich entscheiden konnte. Vater Volker Hirt war zurecht unfassbar stolz auf seine Tochter, hatte sich Chiara doch erst vor wenigen Wochen bei der DM der Juniorinnen die Goldmedaille gesichert.

David Brenn vom KSV Tennenbronn musste sich in seinem ersten Kampf in der Gewichtsklasse bis 65kg dem späteren Drittplatzierten Valentin Seimetz vom KSV Köllerbach geschlagen geben. Da dieser nicht ins Finale einzog, bekam David leider keine weitere Chance mehr, ins Kampfgeschehen einzugreifen. Vereinskamerad Leon Schetterer hatte ebenfalls gegen Seimetz das Nachsehen und unterlag gegen ihn in der Hoffnungsrunde.

Am Sonntagmorgen wurden in den Finalkämpfen dann die Deutschen Meister der Männer ermittelt. Bevor es jedoch auf der Matte um Medaillen ging, überreichte der KV Riegelsberg zunächst noch einen Scheck in Höhe von 11.707,11 Euro an die Initiative #weareallukrainians. Diese stolze Summe konnte im April dieses Jahres bei einem Benefizturnier zugunsten von Kriegsflüchtlingen gesammelt werden.

Dann wurde es wieder sportlich. Mit 14 Teilnehmern stark besetzt war die Gewichtsklasse bis 65kg. In einem tollen Kampf konnte sich Aleksander Semisorow vom ASV Mainz im Finale hauchdünn mit 7:6 Punkten gegen Niklas Dorn vom KSC Hösbach durchsetzen, nachdem beide Ringer ihre Vorkämpfe mit Bravour gemeistert hatten. Kevin Henkel (70kg) vom TuS Adelhausen sicherte sich nach drei bärenstarken Siegen im Finale mit einem ungefährdeten 11:0 Punktesieg gegen Adrian Barnowski vom SV Johannis Nürnberg verdient die Goldmedaille. Patrick Käppeler unterlag in der Gewichtsklasse bis 74kg im kleinen Finale Gregor Eigenbrodt vom KSV Witten und wurde 5. Deutscher Meister.

Die Gewichtsklasse bis 79kg war mit 18 Teilnehmern am stärksten besetzt. Im kleinen Finale konnte sich Marcel Käppeler vom KSV Taisersdorf durchsetzen. Sein Kampf um die Bronzemedaille gegen Christoph Henn vom SC Kleinostheim sorgte für sehr viel Jubel in der Halle. Ein älterer Fan am Mattenrand: Das sind die Kämpfe, die wir sehen möchten. In einem Kampf auf Augenhöhe siegte der fünf Jahre jüngere Käppeler am Ende mit 10:7 und seine mitgereiste Familie, der SBRV und viele Fans jubelten zurecht lautstark.

Dennis Kronenberger unterlag nach einem guten Kampf in der Gewichtsklasse bis 79kg Ansgar Reinke und wurde 5. Deutscher Meister, nachdem er zuvor in der Hoffnungsrunde Marcus King 4:2 besiegt hatte. Ein Herzschlagfinale bekamen die Zuschauer in der Gewichtsklasse bis 86kg zu sehen. Lars Schäfle von der RKG Freiburg 2000 und Joshua Morodion vom VfL Tegel schenkten sich nichts. Mit einem knappen 5:3 Sieg gewann Lars Schäfle und wurde Deutscher Meister.

Die Medaillen, die Ehrenpreise in Form eines „Hüftgelenks“ im Gesamtwert von über 80.000 € sowie die Urkunden wurden von Jens Nettekoven, Frank King, Alexander Leipold, Martina Göhringer und Ingo Breuer vom DRB überreicht. In der Länderwertung sicherte sich bei den Männern Südbaden (52 Punkte) den Gesamtsieg vor Bayern (47 Punkte) und Württemberg (45 Punkte). Bei den Frauen siegte Mecklenburg-Vorpommern vor Berlin, Südbaden belegte den 3. Platz und so konnten die Ringerinnen und Ringer aus Südbaden am Ende völlig verdient und stolz zwei Pokale entgegennehmen.

Die herzlichsten Glückwünsche gehen an alle erfolgreichen Ringerinnen und Ringer der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im freien Stil und der SBRV ist sich sicher, dass wir so einige Medaillengewinner in den nächsten Monaten auch international wiedersehen werden. Wir sind unfassbar stolz auf euch. Und allen, bei denen es nicht so geklappt hatte, wie erhofft, legen wir die Worte von Martin Obst, dem Berliner Ringer, der mit 36 Jahren und dem an diesem Wochenende erkämpften 6. Deutschen Meistertitel seine Ringerkarriere beendet hatte, ans Herz: „Macht weiter, gebt nicht auf, dann folgen auch die Siege“.

Mario Sachs im Interview mit Pressereferentin Dorothea Oldak: „Mit Leistung, Anstrengungsbereitschaft und Fleiß haben wir uns Anerkennung erarbeitet. Wir haben den Anfang eines Generationswechsels erlebt und sind kämpferisch als Team geschlossen angetreten. Zu diesem Team gehören neben unseren großartigen und sehr ehrgeizigen Sportlerinnen und Sportlern sowie den Trainern auch die tollen Trainingspartner am OSP, unser gesamtes Präsidium und unsere Kampfrichter und nicht zu vergessen auch die Heimatvereine und Familien. Sie allesamt tragen dazu bei, dass sich unsere Ringerinnen und Ringer auf einem sehr sehr guten Weg befinden.“

Ein ganz besonderer Dank gilt Nadine Lilly, Physiotherapeutin am BSP Freiburg. Sie ist im Wesentlichen für die Frauen-Nationalmannschaft zuständig und hat unsere Ringerinnen und Ringer das gesamte Wochenende über perfekt betreut.
Schnelle gute Besserung wünschen wir an dieser Stelle Daniel Fischer, der sich im Kampf verletzt hatte, sowie Annika Wendle, Nico Megerle und Stefan Käppeler, die aufgrund von Verletzungen leider nicht teilnehmen konnten.

In der Vereinswertung der Männer belegte der KSV Taisersdorf Platz 3 von insgesamt 61 teilnehmenden Vereinen, herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Vereinsleistung.

Die Platzierungen
50kg – Platz 6 – Xenia Burger – SV Waldkirch
57kg – Platz 2 – Marie Trayer – KSV Appenweier
59kg – Platz 1 – Elena Brugger – TuS Adelhausen
65kg – Platz 2 – Chiara Hirt – KSV Gottmadingen
65kg – Platz 10 – David Brenn – KSV Tennenbronn
65kg – Platz 13 – Leon Schetterer – KSV Tennenbronn
74kg – Platz 5 – Patrick Käppeler – KSV Taisersdorf
79kg – Platz 3 – Marcel Käppeler – KSV Taisersdorf
79kg – Platz 5 – Dennis Kronenberger – TSV Weitenau
79kg – Platz 8 – Kevin Spiegel – RGK Freiburg 2000
86kg – Platz 1 – Lars Schäfle – RGK Freiburg 2000
86kg – Platz 5 – Daniel Fischer – ASV Urloffen
92kg – Platz 6 – Abdullah Adigüzel – KSV Allensbach
97kg – Platz 5 – Marco Martin – KSV Taisersdorf
 
Bereits am kommenden Wochenende geht es mit den Deutschen Meisterschaften weiter, dann kämpfen unsere griechisch-römisch Ringer in Frankfurt/Oder um die Titel. Der SBRV wünscht allen eine gute Vorbereitungswoche und dann den maximalen Erfolg.